Landgraben im Enzkreis

Neben der bekannteren Eppinger Linie gibt es im Enzkreis ein zweites Grabensystem, den Landgraben. Die Funktion des Landgrabens ist bis heute nicht endgültig definiert. Zum einen könnte er die Grenze der sogenannten "Forste" darstellen, welche im südlichen Teil der "Leonberger Forst" und im nördlichen Verlauf der Forst "Stromberg" waren. Aber auch eine frühe Kennzeichnung der Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg könnte damit gemeint sein. Die Schutzfunktion ist an vielen Stellen gering, so dass es eher eine symbolische Bedeutung hatte: Achtung, hier ist eine Grenze!

Unser Mitglied Manfred Rapp hat  die Bedeutung des Landgrabens schon früh endeckt und führt regelmäßig Wanderungen, entlang des Grabens entlang, um das Bewusstsein für diese geschichtliche Besonderheit zu wecken und zu erhalten. Von seiner letzten Wanderung zeugt der nachfolgende Bericht.

Auch die Denkmalpflege in Baden-Württemberg hat den Landgraben gewürdigt. In der Ausgabe 1/2022 hat Nico Vincent Völkel einen Beitrag in der Zeitschrift "Denkmalpflege in Baden-Württemberg" über den Landgraben im östlichen Enzkreis veröffentlicht, den Sie hier einsehen können. Wir bedanken uns bei der Denkmalpflege für die Erlaubnis der Übernahme dieses Beitrages.

 

Manfred Rapp hat über die Erkenntnisse des Landesdenkmalamtes hinaus weitere Spuren des Landgrabens im Bereich Ölbronn-Elfinger Hof entdeckt und in den Bilddokumenten festgehalten. Im Bild rechts ist eine Viereckschanze und der Verlauf des Landgrabens östlich von Ölbronn zu sehen. Im Bild unten ist die Fortsetzung des Landgrabens westlich und nördlich des Eilfinger Hofs eingezeichnet.

Verlauf des Landgrabens nordwestlich des Eilfinger Hofs.
Verlauf des Landgrabens nordwestlich des Eilfinger Hofs.
Landgraben vor Ölbronn am Eichelberg
Landgraben vor Ölbronn am Eichelberg
Verlauf des Grabens in der Natur
Verlauf des Grabens in der Natur
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